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Von Finnland lernen!

BiWenNa-Mitarbeiter und DiEDa-Team-Mitglied Rasmus Grobe reist Mitte November nach Helsinki, um dort mehr über Lernen mit Tablets und auch die Geheimnisse der finnischen Bildungssystems zu lernen. Dank an das Erasmus+-Programm der Europäischen Union, das diese Reise ermöglicht!

Rasmus bloggt über seine Erlebnisse und Erkenntnisse! -> Hier auf lernen-neu-denken -> Menüpunkt „Von Finnland lernen“ -> Blog: Von Finnland lernen.

Dokumentation Diskussionen im Online-Dis-Kurs „Lernen mit und ohne“

Das DiEDa-Team organisierte im Oktober 2018 den Online-Diskurs „Lernen mit und ohne“.

Wir dokumentieren hier in Kürze zentrale Kernthemen aus den Forendiskussionen, um einen Einblick in die Breite der Themen darzustellen.  Die Diskussionen wurden durch die Teammitglieder bereits während der Dis-Kurs-Laufzeit nach Inhalts- und Relevanzstrukturen in Padlets geclustert, um mit diesen in den VC’s arbeiten zu können. Deutlich wurde, dass eher Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben wurden. Im Zuge dieser Darstellung werden die Cluster auf die zentralen Themen und Fragen, die in den Diskussionen deutlich wurden, verdichtet.

Erfahrungen mit selbstgesteuertem Lernen – allgemein: (https://de.padlet.com/lenaset/tgrj0cnj9cvl)

  • Uneinheitlichkeit der Begrifflichkeiten als Herausforderung: gibt es eine Lücke zwischen Theorie und Praxis?
  • Wie kann man Grundkompetenzen für selbstgesteuertes Lernen entwickeln? Selbstlernkompetenzen und Bildungsbiografien sind unterschiedlich; Relevanz der Bezugssysteme: Unterstützungsstrukturen und -systeme
  • Was sind Voraussetzungen zum “Dranbleiben”? Didaktische Aufbereitung: Selbststrukturierung vs. Fremdstrukturierung, Komplex vs. einfach, Zielgruppe?
  • Wie kann eine sinnvolle Differenzierung der Lerner*innen erfolgen?
  • Welche Maßgaben gibt es für eine Lernbegleitung im Spannungsverhältnis zwischen Selbst- und Fremdsteuerung?

Digitale Entscheidungen für selbstorganisiertes Lernen – allgemein: (https://padlet.com/sebschuster/2dng75nads6s und https://padlet.com/rg18/w0oqzzsh7f4b)

  • Digitale Kompetenzen als Querschnittsaufgabe der Lehrenden: wie sicherstellen?
  • Motivation zum online Lernen als Herausforderung: Unterschiedliche digitale Kompetenzstufen, Lehrendenrolle, Ausstattung der Lern- und Lehrorte
  • Im FLOVVV-Modell: Feedback
  • SAMR-Modell: Feedback

Good Practice – Lernpraktiken: (https://padlet.com/sebschuster/dbzsxjjvq4kc)

  • Lernen mit und ohne Twitter… Was kann Twitter und was nicht: Welche Art von Lernen ist  das?
  • Twitter im Wechsel mit analogen Medien…Stichwort: Methodenvielfalt
  • Weitere Beispiele der Teilnehmenden zu guter Praxis. Communities, Netzwerke, eigene Strukturierung, Reden…
  • Verweise auf Best Practice Beispiele und Strukturen.

(Ausschnitt aus dem Padlet: Good Practice: Lernpraktiken)

Good Practice -Lehrpraxis: (https://de.padlet.com/lenaset/qfz1ngkr6o8)

  • Agency-Ebene: Keine Allgemeinrezepte, Lernbegleitung, Künstliche Intelligenz für die PLE?
  • Methoden: Sammlung und Diskussion geeigneter Methoden und deren Schwierigkeiten.
  • Kulturebene: Lernbetreuung/Lernbegleitung, wenige Fortbildungen, gerade bezüglich digitaler Medien, wird nach wie vor unterschätzt.
  • Strukturebene: SOL braucht mehr institutionelle Integration und Förderung, OER, zu viel Outputorientierung, Ressourcenfragen: Zeit & Geld.

You-Tube als Learning Tool: (https://padlet.com/sebschuster/f113hs6fks4)

  • Thesen zum Lernen auf You-Tube.
  • Vorteile von Video Lernen.
  • Selbst aktiv werden… Prosumer, Qualität, Praxistipps.
  • Schwierigkeiten Umsetzung betriebliche Weiterbildung. Gelingensfaktoren, Hindernisse.

Allgemein: Motivierte Teilnehmende finden: (https://padlet.com/e_flaeschner/fgj66so0w8uy)

  • Teilnehmenden-Akquise.  
  • Tipps & Tricks.
  • Gute Akquise ist wichtig, um…

Zukunftsvisionen: (https://padlet.com/sebschuster/djqoyv6fucog)

  • LernKultur(en). Erwartungshaltungen, Motivation, Überforderung, Kann Lernen digitalisiert werden?
  • Strukturelle Gegebenheiten. Anschlussfähigkeit, Finanzierung, Wandel der Arbeit.
  • Agency (Kompetenzen und Interessen der Einzelnen). Hohe Selbst- und Medienkompetenz gefordert/Voraussetzung, Navigieren im Meer der digitalen Anwendungen.

Inhaltlich ergab sich ein breites Bild von relevanten Kernthemen bezüglich der Frage “Selbstorganisiertes Lernen – mit und ohne digitale Medien”. Teilweise bestätigten sich Erkenntnisse aus unserer empirischen Forschung, teilweise kamen neue Aspekte und vor allem gute Fragen und Antworten hinzu. Berührt hat uns z.B. die Frage, wo eigentlich online-affine Teilnehmer*innen von Kursen zu finden seien (im Internet!) und die Diskussion um die Frage, ob selbstorganisiertes Lernen für bestimmte Zielgruppen untauglich sei. Hier wurden verschiedene Beispiele genannt, die wiederum unterstreichen, wie maßgeblich das Setting und die Haltungen der Weiterbildner*innen sind.

Hurra, das Fallvignettenbuch ist da!

Drei Jahre lang haben wir Interviews mit Lernenden, Weiterbildner*innen und Bildungsmanager*innen geführt und ausgewertet. Es ging dabei um zentrale Fragen moderner beruflicher Weiterbildung:

  • was macht gutes Lernen Erwachsener aus?
  • welche Bedeutung hat Selbstorganisation in der beruflichen Weiterbildung?
  • wie werden digitale Medien eingesetzt und warum?
  • wie entstehen Innovationen (nicht)?

Die Quintessenz dessen stellen wir in einem Buch vor, das die einzelnen Interviews und unsere Reflexionen dazu umfasst.

Wir publizieren das Buch in mehreren Versionen:

Um die Lektüre zu strukturieren, schlagen wir Lesepfade vor, die sich um einzelne Schwerpunkte – oder unsere Lieblingszitate – ranken. Dabei folgen wir einer pädagogischen fuzzy logic, die hoffentlich Praktiker*innen, Lernende, Studierende und Forscher*innen zum Brückenschlagen einlädt und inspiriert.

Einladung zum Online Dis-Kurs

15.-29.10.18: Online-Dis-Kurs zu Selbstorganisiertem Lernen *mit & ohne* Digitale Medien

Wie kann selbstorganisiertes Lernen in der beruflichen (Weiter-)Bildung gelingen? Wie können Digitale Medien dabei helfen? Darum geht es im Online-Dis-Kurs „lernen mit & ohne“ vom 15.-29.10.18. Das Angebot richtet sich an Erwachsenenbildner*innen, Bildungsmanager*innen, Personalentwickler*innen und andere, die sich dafür interessieren, wie Lernen selbstorganisierter gestaltet werden kann – auch durch den Einsatz Digitaler Medien.

Jetzt anmelden: https://www.oncampus.de/weiterbildung/m … t-und-ohne

Warum „Dis-Kurs“? Es wird zwar einige vorbereitete Impulse geben, vor allem möchten wir aber Ideen und Erfahrungen der Teilnehmenden sammeln und darüber in Austausch kommen. Die gebündelten Ideen werden aufbereitet und – nicht nur für die Kursteilnehmenden – als Offene Bildungsressourcen (OER) zur Verfügung stehen. Selbstverständlich sind auch die von uns eingestellten Inhalte OER.

Dieser Dis-Kurs ist Teil des Projekts DiEDa (Entwicklung einer Weiter­bildungs­didaktik für selbstorganisierte Lernprozesse mit Fokus auf lernerorientierte Differenzierung und unter sinnvollem Einsatz von digitalen Medien), eine Kooperation zwischen dem Institut Technik und Bildung der Universität Bremen (ITB) und der Bildungswerkstatt für nachhaltige Entwicklung (BiWeNa), Verden. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms „Innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung im Förderbereich Berufliche Weiterbildung“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Wir freuen uns auf Ihren / Euren Input!

Anmelden: https://www.oncampus.de/weiterbildung/m … t-und-ohne

Projektwebseite: https://www.lernen-neu-denken.de

Twitter: #lernenmitundohne

Facebook: https://www.facebook.com/events/667440253635307/

Wir freuen uns über rege Teilnahme und einen erhellenden Austausch.

Lernen lebt von Vernetzung: Interview mit Karlheinz Pape

Im Rahmen unserer Interviews mit Lehrenden und Lernenden führten wir ein Gespräch mit Karlheinz Pape, dem Gründer und Mitglied der Corporate Learning Community .

Wir dürfen dieses Interview als Podcast publizieren und lassen daher – an Stelle eines zusammenfassenden Textbeitrags – den Experten selbst zu Wort kommen: https://colearn.de/clp048-interview-zu-selbstgesteuertem-lernen/

„Bin ich schon drin?“: Ein Bericht über erste Erfahrungen mit Twitter

Inspiriert von einer Interviewpartnerin, die uns Twitter als Teil ihres Lernnetzwerks vorstellte, meldete ich mich als neue Mikrobloggerin an. Die erste Hürde bestand darin, mir einen Nutzernamen zu geben: authentisch sollte er sein, aber mein Vor- und Nachname waren schon von  einer anderen Joanna Burchert in Beschlag genommen. Ich wählte also die fesche Abkürzung @jo_burchert und machte mich ans Werk. „Startkapital“ in Form von Menschen, denen ich folgen könnte, fand ich in dem Blogeintrag  http://www.rete-mirabile.net/lernen/twitter-einstieg-fuer-lehrer/.

Die Hauptansicht bei Twitter besteht aus einem Strom von Kurzmitteilungen – den berühmten erst 140, jetzt 280 Zeichen. Diese Zeichen werden oft um Bilder oder Kurzvideos ergänzt.  Ich hatte angenommen, dass ich nur die Einträge der Nutzer_innen sehen würde, denen ich folge – das stimmt aber nicht, es entsteht eine bunte Mischung von durch mich selbst vernetzten, gesponserten und scheinbar zufälligen Beiträgen. Ich sehe auch nicht jeden Beitrag von Menschen, denen ich folge, weil der Mitteilungsstrom ständig aktualisiert wird. Tweets von vorgestern muten angesichts all dessen, was zwischendrin gepostet wurde, so veraltet an, dass ich mich seltsam dabei fühle, noch auf sie zu reagieren. Aber ich mache das, so, wie ich auch „alte“ Bücher lese: weil sie genauso gut sein können wie jeder Text von heute.

Ich habe mir vorgenommen, v.a. Interessantes aus meinen Projekten DiEDa, nabus und LaSiDig zu twittern. Routiniert im Umgang mit Suchmaschinen hatte ich angenommen, dass ich durch die Eingabe der üblichen Stichworte schnell Menschen finden würde, die an den jeweiligen Themen interessiert sind. Das erwies sich als Trugschluss: natürlich zeigt die Suche etwas an, aber nicht unbedingt das, was ich brauche. Erst nachdem eine Logistikfirma eine Mitteilung von mir aufgriff („retweetete“), fand ich z.B. Speditionen, die Twitter einigermaßen lebhaft nutzen. Diese für mich wichtigen Nutzer_innen interessieren sich aber (noch) nicht für mich, so dass ich ihnen zwar folge, für sie aber vermutlich unsichtbar bleibe, weil sie wiederum nicht meine Follower wurden.

Twitter ist für mich ein Phänomen, das ich erforsche, aber zugleich auch eine Methode, Themen und Menschen zu entdecken. Ich klicke mich z.B. nicht nur durch meinen Mitteilungsstrom, sondern auch durch Tweets der Personen, denen für mich interessante Mikroblogger_innen folgen oder schaue, welche Posts es zu interessanten Hashtags gibt. Die Herausforderungen der Netzwerklogik nehme ich an:  zufälliges Lernen, schräge Mischungen und die Balance zwischen Filterblase und totaler Offenheit.

Über das Projekt DiEDa

Didaktik selbstorganisierter berufsbezogener Weiterbildungsprozesse mit digitalen Medien

„Lebenslanges Lernen“ ist ein zentrales politisches Paradigma und aus Sicht von Unternehmen ist die ständige Weiterbildung von Mitarbeiter/innen angesichts sich wandelnder Anforderungen der modernen Arbeit eine Notwendigkeit. Auch aus individueller Perspektive ist Lernen etwas, was heute in vielfältiger Form möglich ist und zu unterschiedlichen Zeiten im Lebensverlauf Priorität bekommt.

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