Viele Facetten des Lernens mit digitalen Medien

20161009_135236Vom 7. bis 9.10.16 war das DiEDa-Team beim EduCamp16 in Hattingen dabei. Das EduCamp ist seit vielen Jahren eine Tagung der besonderen Art: ein Treffpunkt für Menschen, die im Bereich Lernen mit digitalen Medien unterwegs sind und in einem Format, das nur wenig mit der steifen Prozedere „normaler“ Tagungen gemein hat. Denn das EduCamp ist im Barcamp-Format organisiert, einer Methode, bei der alle Teilnehmenden – auch kurzfristig – kurze Workshops anbieten können. Der Tagungsplan entsteht vor Ort jeweils für den nächsten halben Tag – danach gibt es einen neuen Plan mit neuen Workshop-Angeboten, die zum Teil auch spontan entstehen. Auch Wünsche können geäußert werden – wenn es dann Teilnehmende gibt, die etwas zu dem Lernwunsch sagen können, findet der Workshop statt. Vorbereitete Vorträge kann es geben, muss es aber nicht – der lebendige Austausch steht im Vordergrund. Dokumentiert wird online per Etherpad und parallel gibt es Kommentierungen über Messagingdienste. Inhaltlich reichte das Spektrum der Workshops in Hattingen von praktischen Fragen zum Umgang mit konkreten Programmen (z.B. Moodle für Fortgeschrittene), medienpädagogischen Alltagsfragen (z.B. wieviel Computernutzung soll ich meinem Kind erlauben?) über theoretisch angeleitete Praxisberichte (z.B. was passiert in den Präsenzphasen von Inverted Classrooms) bis hin zur freizeitorientierten und spielerischen Nutzung von digitalen Medien (z.B. gab es einen Konsolenraum, in dem u.a. Minecraft gespielt werden konnte) – und im MakerSpace gab es Angebote (nicht nur) für Kinder, denn auch die konnten beim EduCamp dabei sein, so dass ihre Eltern bei anderen Workshops teilnehmen konnten.

Aus DiEDa-Perspektive war zum einen das Konferenz-Format als solches interessant: als Methode bieten Barcamps einen Rahmen für selbstorganisierte Lernprozesse. Zum anderen konnten wir in verschiedenen Workshops zusätzliche Erkenntnisse für unsere Forschung gewinnen, zum Teil aber auch Bestätigung für unsere bisher gesammelten Hypothesen erhalten – und wir konnten selbst einige unserer im Projekt generierten Erkenntnisse in Workshop-Gespräche weitergeben, z.B. zu MOOCs oder der Gestaltung von Lernvideos. Einige der geknüpften Kontakte werden wir für vertieften Austausch und Interviews weiter verfolgen.